Die Zeit verändert Menschen, Dinge und auch die Sichtweise, mit der die Menschheit etwas wahrnimmt. So auch in Bezug auf die Alben-Cover von Bands und Musikern, die sich mit der Zeit auch ziemlich gewandelt haben. Dies lag nicht zuletzt auch daran, dass gewisse Dinge heutzutage komplett anders bewertet werden als noch zu früherer Zeit.

Denn einst reichte beispielsweise in den Vereinigten Staaten ein wenig nackte Haut bereits aus, damit ein Alben-Cover auf dem Index landet. Und auch die deutschen Jugend- und Sittenwächter waren zu dieser Zeit noch weitaus weniger verständnisvoll, wenn ein solches Cover durch übermäßige Gewaltdarstellungen auffällig wurde.

Doch hieraus haben sowohl die Künstler als auch die Behörden gelernt, sodass heute nur noch sehr selten Alben-Cover zensiert werden. Und so finden sich unter den Alben-Cover aus der jüngeren Vergangenheit auch einige, die sich gestalterisch von der Masse abheben und ihr ganz eigenes Flair versprühen.

So wie das Cover der Platte „Jagd und Hund“ der Band Love A, auf welchem ein Wolf auf einem grauen Hintergrund zu sehen ist. Musikalisch bewegen sich Love A irgendwo zwischen den Genres Punk, Wave und Pop, fahren gestalterisch jedoch eine deutlich klarere Linie. Das Cover von „Jagd und Hund“ wurde dabei von dem Gitarristen der Band, Stefan Weyer, gemacht. Hierzu fotografierte dieser die Hündin auf dem Cover und erstellte den Hintergrund des Covers mit Hilfe von Acrylfarben. Und selbst die Schrift auf dem Cover fügte der Designer mit Tinte und Feder hinzu.

Ebenfalls zu den beachtenswertesten Alben-Covern der jüngeren Vergangenheit gehören die des Albums „Golden“ und der Single „Carry“, wofür der Sänger Johannes Mayer, auch „The Late Call“ genannt, mit der Illustratorin Elisabeth Moch aus Berlin zusammenarbeitete. Dabei ist zu erkennen, dass die beiden bereits über einen längeren Zeitraum zusammenarbeiten und so bestechen diese Cover mit einer gestalterisch äußerst klaren Linie und versteckten Details.