Während seiner Karriere als Musiker konnte Robert Sylvester Kelly, besser bekannt als R. Kelly, bislang über 60 Millionen CDs verkaufen. In den 90ern landete er mit seinen beiden Songs „I Believe I can Fly“ und „Ignition“ sogar zwei echte Hits. Jedoch konnte der Sänger dieses Niveau nicht die gesamte Zeit über halten und baute bis heute kontinuierlich ab.

So rückte das Privatleben des Musikers immer mehr in den Vordergrund. Er wurde im Jahr 2003 sogar verhaftet, aufgrund eines Verfahrensfehlers jedoch relativ schnell wieder auf freien Fuß gesetzt. In diesem Fall ging es um pornografische Videos, in denen der Sänger mit einer Minderjährigen zu sehen gewesen sein soll. Allerdings dementierten die damals 13-Jährige sowie R. Kelly dies energisch, woraufhin der Musiker von einer Jury freigesprochen wurde.

Nun gibt R. Kelly in seinem neuen Song „I admit“ Einblicke in die Seele eines Musikers und gibt mit dem Song ein 19-minütiges Statement zu seinem bisherigen Leben. So erzählt er darin von dem Missbrauch eines Familienmitglieds in seiner Jugend und rechnet auch mit Spotify ab. Der Musik-Streaming-Dienst hatte den Künstler vor einiger Zeit aus seinem Angebot genommen, weil diesem die Skandale des Sängers zu viel wurden.

Daneben gibt R. Kelly in „I admit“ auch einen Einblick in seine finanzielle Situation; er meint, sei pleite und würde nur touren, um seine Rechnungen bezahlen zu können. Er könne aufgrund einer Leseschwäche seine eigenen Verträge nicht einmal selbst prüfen und niemals hätte er selbst an einen derartigen eigenen Abstieg geglaubt, wie er ihn nun erlebt hätte.

Im Internet forderten einige Aktivistinnen der „#MeToo“-Bewegung aus den USA erst jüngst mit dem Hashtag „#MuteRKelly“, dessen Musik komplett aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Dazu passt es, dass eine Doku erst vor kurzer Zeit wieder der Frage nachging, ob R. Kelly 1994 die damals noch minderjährige Aaliyah geheiratet habe. Der Sender BBC hatte mutmaßliche Zeugen gefunden, die bei der Hochzeit anwesend waren, wenngleich R. Kelly als auch Aaliyah dies stets dementierten.